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Wenn eine Mutter stolzerfüllt die Fähigkeiten ihres Säuglings aufzählt oder wenn sie sich beklagt, daß er noch nicht so weit sei wie ein anderer, sind wir geneigt, nachsichtig zuzuhören. Wir wissen, daß alle normalen Babys trotz Verschiedenheiten en route schließlich lächeln, sitzen, kriechen, gehen und sprechen lernen. Der Tatsache selbst, daß die Kinder sich im ersten Jahr nicht gleich schnell entwickeln, wird meistens keine Bedeutung beigemessen.
Anstaltskinder entwickeln sich bekanntlich im Vergleich zu Familienkindern während des ersten Jahres selbst dort unvorteilhafter und langsamer, wo das Heim sorgfältig für einen Ersatz der mütterlichen Betreuung sorgt. So berichten Anna Freud und Dorothy Burlingham (1944): „Immer, wenn wir Gelegenheit haben, unsere fünf bis zwölf Monate alten Kinder mit Familienkindern aus durchschnittlichen Familien zu vergleichen, fällt uns die größere Lebhaftigkeit und der bessere soziale Kontakt des Familienkindes auf. Dieses kann meistens schon besser nach Gegenständen greifen und mit ihnen spielen. Es beobachtet lebhafter die Bewegungen der Menschen im Zimmer und reagiert stärker auf ihr Kommen und Gehen, denn es kennt jeden, der ein- und ausgeht und interessiert sich für ihn. Ein Kind dieses Alters ist selbstverständlich noch nicht fähig, die vielen, ständig wechselnden Personen in einem großen Kinderheim oder einer Krippe zu unterscheiden. Aus diesem Grunde entwickelt sich wahrscheinlich auch seine Reaktion auf den wechselnden Ausdruck von Gesicht oder Stimme der Erwachsenen langsamer. Seine Fähigkeit zum Nachahmen, die sich vom achten Monat an entwickelt, wird weniger stimuliert, wo der Kontakt mit dem Erwachsenen nicht so häufig oder nicht so eng ist oder wo sich, wie dies in einem Kinderheim unvermeidbar ist, verschiedene Erwachsene mit dem Kind befassen. Selbst wenn unsere internen Kinder kräftiger und gesünder sind, wirkt die Entwicklung des in der Familie aufwachsenden Kindes d