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In Teil I dieser Arbeit wurde gezeigt, daß das Über-Ich als ein System von Autoritätsfiguren (entweder wirkliche Personen oder Introjekte) einerseits und die Reaktionen des Ichs auf diese Figuren andererseits aufgefaßt werden kann. Dabei ist unser Betrachtungsmodus so geplant, daß wir imstande sind, auch Schwierigkeiten in der Bewertung von Über-Ich-Funktionen in der aktuellen therapeutischen Situation zu erfassen. Noch spezifischer ausgedrückt; es hat sich als notwendig erwiesen, nicht nur die Reaktionen des Ichs auf Introjekte als solche, sondern auch auf wirkliche Autoritätsfiguren aus der Umwelt und die Externalisierung von Über-Ich-Figuren auf wirkliche Personen wie den Therapeuten zu berücksichtigen.
Die Introjektion wird in „diesem Zusammenhang als Verlagerung von Autorität von einem wahrgenommenen wirklichen Objekt auf dessen seelische Repräsentanz verstanden. Es handelt sich hierbei um eine besondere Auffassung des Begriffs „Introjektion“, wobei nicht das gewöhnliche Wahrnehmen und Insichhineinnehmen gemeint ist, sondern ein bestimmtes Verlagern der Bedeutung einer Figur aus der Außenwelt auf das Modell des Objekts in der Innenwelt. Ferner ist die Introjektion, wie wir sie hier verstehen wollen, etwas ganz Verschiedenes von der Identifikation (die wir weiter unten definieren werden). Unter „Externalisierung des Über-Ichs“ soll der Vorgang verstanden werden, daß eine Figur aus der Außenwelt mit einigen oder allen Eigenschaften eines Introjekts investiert und dann auf sie reagiert wird, als wäre sie ein Introjekt. Dies unterscheidet sich wiederum von der Projektion, in welcher Teile des Selbst-Schemas auf andere übertragen werden.
Einige der von uns eingeführten Rubriken beziehen sich auf generelle Feststellungen über das Über-Ich als einer Struktur; andere umfassen die Reaktion des Ichs auf eine innere oder äußere Autorität. Auch wenn das Über-Ich eines Kindes noch nicht voll struk