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Mit zunehmender Einsicht in die Komplexität der psychoanalytischen Forschung hat auch das Bedürfnis zugenommen, die Ergebnissse verschiedener Arbeitsrichtungen innerhalb der psychoanalytisch orientierten Untersuchungen zu vergleichen. Als besonders fruchtbar hat sich die Konfrontation psychoanalytisch erschlossener Daten über die frühe Kindheit mit den Ergebnissen der direkten Beobachtung an Kindern erwiesen. Die Wünschbarkeit eines solchen Vergleichs wurde von Freud schon in den „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“ festgestellt. René Spitz hat diese Forderung in zahlreichen und grundlegenden Arbeiten verwirklicht.
„Counterpoint“ ist das Ergebnis einer Veranstaltung zur Ehrung von René Spitz. Die Festschrift enthält neben einigen Ansprachen, die die Person und das wissenschaftliche Werk des Gefeierten würdigen, sechs wissenschaftliche Beiträge.
Unter dem Titel „A Scientist's Credo“ gibt Konrad Lorenz eine bewundernswert klare und durchdachte Darstellung der Art und Weise, wie der Naturwissenschaftler zu seinem Weltbild kommt. Er hebt die Bedeutung der Beobachtung und Gestaltwahrnehmung als Voraussetzung quantitativer Methoden hervor, zeigt, wie der Wahrnehmungsapparat arbeitet, welche Potenzen und Gefahren seiner Funktionsweise innewohnen und wie seine Hauptleistung, das Entdecken repetitiver Konfigurationen und Strukturen, nur im Zusammenhang mit seiner Entwicklung und Funktion verstanden werden kann. Die Lektüre dieser Arbeit ist ebenso auf Schluß- wie genußreich.
Leo Rangell versucht in einer etwas spekulativen Arbeit die Ableitung der Worte Nein und Ja aus charakteristischen Vorgängen im Bereich der oralen Motorik der Stillsituation. Ähnlich also wie vor einigen Jahren Spitz die semantischen Gesten des verneinenden Kopfschütteins und bejahenden Kopfnickens, möchte Rangell nun die Genese der Worte „Nein“ und „Ja“ aus phylogenetisch vorgeformten Mechanismen — im Sinne von Vorläufern — aufzeigen.
In „The Evolution of a Research Project in Psychoanalysis“ schildert Joa