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Bei den „Genain Quadruplets“, über die das Buch berichtet, handelt es sich um vier Schwestern, eineiige Vierlinge, die alle schizophren wurden. Die Häufigkeitschance für eine derartige Vierlingsgeburt ist etwa 1: 1 1/2 Billionen Geburten. Ein Buch wie das über die „Genain Quadruplets“ wird mithin so bald nicht wieder erscheinen.
Insgesamt haben 25 Mitarbeiter an dem Werk mitgearbeitet. Rosenthal, der Herausgeber und Leiter des Forschungsteams, schrieb die wichtige theoretische Zusammenfassung, die den Schlußteil des Buches bildet.
Es werden ungewöhnlich viele Daten mitgeteilt. Auf eine mögliche organische Genese abgestimmte Tests und Indizien werden genauso wichtig genommen wie Elemente in der Lebenserfahrung und psychologischen Entwicklung. Wir erfahren über die wesentlichen zwischenmenschlichen Beziehungen (innerhalb der Vierlinge selbst und der Gesamt-familie) und über den möglichen Einfluß des umgebenden sozialen Feldes, wie es sich in Schule, Beruf usw. mitteilt. Acht Jahre lang haben Rosenthal und seine Mitarbeiter diese Daten gesammelt. Dabei bemühten sie sich besonders um eine möglichst genaue Rekonstruktion der Vorgeschichte. (Fast unbeabsichtigt liefert dieses Buch damit einen Beitrag zur Problematik solcher Rekonstruktionen: es zeigt, wie verwirrend widersprüchlich, selbst bei größter Bemühung um historische Wahrheit, letzten Endes Aussage gegen Aussage, Faktum gegen Faktum stehen kann.) Die Vierlinge wurden schließlich, als sie Anfang Zwanzig waren, drei Jahre lang in dem bedeutendsten psychiatrischen Forschungsinstitut der USA, dem National Institute of Mental Health in Bethesda, aufgenommen. Hier wurde ihnen jeweils ein persönlicher Psychotherapeut zugeteilt. Zugleich wurden sie von anderen wissenschaftliehen Mitarbeitern beobachtet. Hier waren auch die Eltern während längerer Zeiträume zu Gast, die dadurch wichtige Einblicke in die Beziehung der Familie untereinander erlaubten. Wiederholt wurden von den Eltern Rorschachs und andere psychologische Tes