You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das Buch gibt einige Anleitungen zum Verständnis von fehlgeleiteten Aggressionen in der Ehe. Der größere Teil der zahlreichen Beispiele mit anschließendem Kommentar ist alltäglicher Natur, leicht verständlich und anschaulich. Einige Beispiele werden allerdings dem Laien als groteske Karikaturen bzw. dem Psychiater oder Psychotherapeuten als schwere Krankheitsfälle imponieren.
Das Buch orientiert sich nach Schultz-Hencke und Schwidder. Eingangs werden verfehlte und gekonnte Aggressionsformen recht prägnant einander gegenübergestellt. Dann folgt eine Zusammenfassung über normale Entwicklungsformen der aggressiven Impulse. Zwei Drittel des Buches sind den Beispielen gewidmet, wobei nur manchmal auch geglückte Aggressionsformen angeführt sind.
Es ist nicht ganz zu verstehen, für wen das Buch gedacht sein soll. Am ehesten noch für Eheberater, dünkt dem Referenten, aber dazu fehlt jede Anleitung für Diagnostik oder therapeutisches Vorgehen. Für Eheleute ist das Buch höchstens ein Trost, daß ihre Schwierigkeiten auch anderwärts vorkommen, aber ändern können sie dadurch nichts. Für den Psychotherapeuten schließlich sind die Beispiele ohne genügenden Zusammenhang mit der übrigen Lebensgeschichte, um daraus etwas entnehmen zu können. Eine Aufstellung der gewählten Einteilung der Fehlhaltungen auf Grund von Störungen in bestimmten Entwicklungsstadien wäre von Wichtigkeit gewesen. Das hätte aber einer stärkeren Überarbeitung der verwendeten theoretischen Konzepte bedurft.