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In dem kürzlich erschienenen Band werden Neurochemie,. Stoffwechselpathologie, Neuroradiologie, Endokrinologie, Ethologie und die Lehre von den bedingten Reflexen in Hinblick auf ihre Bedeutung für und ihre Zusammenhänge mit der Psychiatrie abgehandelt.
Das Kapitel „Neurochemistry and Psychiatry“ stammt von H. Waelsch und H. Wel-Malherbe. Die Verf. weisen einleitend darauf hin, daß die Neurochemie, obwohl hier und dort schon seit langer Zeit Forschungsgegenstand einzelner Gelehrter, erst in den letzten Jahren zu einer zentraleren Bedeutung für die Psychiatrie aufrücken konnte. Hierbei dürften zwei Dinge eine wichtige Rolle spielen: einmal zeigte uns die Entdeckung der sog. „angeborenen Stöffwechselirrtümer“ (3), daß vererbte Enzymdefekte für manche Krankheitsbilder (bestimmte Formen von Debilität, 73 ff.) ursächliche Bedeutung besitzen, woraus man neuerlich Hoffnungen schöpfte, auch bei anderen seelisch-geistigen Störungen Stoffwechselanomalien zu finden. Zum anderen erlaubt der Stand der Forschung, heute von einer „dynamischen Neurochemie“ zu sprechen (2), die auf dem Wege ist, die zwischen Morphologie und Biochemie bestehende Lücke zu schließen. Man ist heute für die kleinsten Funktionseinheiten des Organismus zu der Einsicht gekommen: „Struktur und Stoffwechsel sind untrennbar“ (7).
Die einzelnen von den Autoren mitgeteilten Forschungsergebnisse können hier nicht referiert werden. Es sei nur eben hingewiesen auf einige Befunde, die den psychoanalytischen Therapeuten, insoweit er sich mit der Behandlung von Psychosen beschäftigt, interessieren dürften: Bei schweren Depressionen ist nach ziemlich übereinstimmenden Ergebnissen die „Glukose-Toleranz“ herabgesetzt. Hierin wird ein Hinweis auf ein Überwiegen der hypophysären und adrenocorticalen Hormone gesehen, d. h. ein für stress charakteristischer Zustand (27/28). Das letztere Moment wird auch nach wie vor für die wechselnde Insulintoleranz der Schizophrenen verantwortlich gemacht. Fraglich bleibt, ob solche emotioge