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Zweifellos ist der Verfasser — Arzt, Pädagoge, Psychologe und evangelischer Theologe — in besonderer Weise dazu gerüstet, das komplizierte, alle Bereiche
des Humanen erfassende Thema des Selbstmordes und seiner Verhütung synoptisch darzustellen. Auch scheint die Zeit für einen zusammenfassenden Überblick reif, nachdem die anthropologischen Hilfswissenschaften ein unübersehbar gewordenes Material über Statistik, Erscheinungsweisen, Motivationen, soziale Bedingungen und Vorbeugung. des Selbstmordes zusammengetragen haben, seit 1960 internationale Kongresse über Suizidprophylaxe abgehalten werden und eine internationale Arbeitsgemeinschaft zur Suizidforschung (gegenwärtig unter dem Vorsitz des rührigen Österrreichers Ringel) gegründet wurde. Spezielle klinische Einrichtungen, vom ambulanten Beratungsdienst bis hin zur Telefonseelsorge, beginnen sich vom hohen Norden bis zum Kongo zu etablieren, und die große Zahl hilfswilliger Ärzte, Geistlicher, Pädagogen, Sozialarbeiter und Laien, die sich den Lebensmüden zur Beratung zur Verfügung stellt, bedarf eines soliden, sachlichen Führers, um im Einzelfall zu erkennen, wo anzupacken ist. Das vorliegende Werk, welches unter reichhaltigen Literaturhinweisen nach einer Aufzählung allgemeiner Zahlen und Fakten die Selbstmordverhütung unter psychopathologischem, psychologischem und religionspsychologischem Aspekt darstellt, erfüllt diese Aufgabe. Es ist kein Handbuch im üblichen Sinne der differenzierenden und ordnenden Durchdringung dessen, was die Wissenschaften zum Selbstmordproblem an Detailbefunden und Partialtheorien, zumal in den beiden letzten Jahrzehnten, beitrugen. Derartiges wäre heute von einem Einzelnen nicht mehr zu leisten. Die Darstellung des Autors hat den Vorzug, aus einem Guß zu sein und das Thema in schlichter Weise jedem akademisch Gebildeten nahe zu bringen. Der Akzent liegt ganz im praktisch-prophylaktischen Teil, wobei der Autor das große Material der Berliner Zentrale für Lebensmüdenbetreuung, der er sei