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Der Scenotest hat in den 13 Jahren seit Erscheinen der letzten Auflage des Buches eine Verbreitung wie kein anderes Psychodiagnostikum erfahren. Er ist vornehmlich im deutschen Sprachraum zu einem unentbehrlichen Rüstzeug bei der Erkennung und Beurteilung kindlicher Verhaltensstörungen und Neurosen und darüber hinaus zu
einem geschätzten Instrument in der Kinderpsychotherapie geworden. Er steht in der Arbeit der Erziehungsberatung als ein das Kind in seiner Welt unmittelbar ansprechendes Testmaterial an erster Stelle.
Die souveräne Beherrschung des Testes durch seine Erfinderin geht aus der Fülle der mitgeteilten verschiedenartigen Anwendungsmöglichkeiten anhand instruktiver Falldarstellungen hervor, die gemäß den Intentionen der Verf. im wesentlichen auf tiefenpsychologischer Basis beruhen.
Das sollte aber andere Forschungsrichtungen, z. B. die Bearbeitung entwicklungspsychologischer, formalpsychologischer u. a. Probleme nicht ausschließen. Man möchte daher wünschen, daß Verf. in einer späteren Auflage kritischsichtend zu den inzwischen zahlreich erschienenen, im Literaturverzeichnis aufgeführten Arbeiten über den Scenotest [u. a. die Monographien von Engels, Ref. Psyche 12 S. 931 und Knehr, Ref. Psyche 17 S. 790] Stellung nimmt, welche auf viele dieser nicht unbedeutenden Fragen eingehen. Es könnte den Wert des Buches als eines psychodiagnostischen Standardwerkes nur erhöhen.