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Für Eltern und Erzieher, aber auch Jugendliche selbst, soll dieses kleine Buch aus der Schriftenreihe „Jugend, Bildung, Erziehung“ eine Hilfe sein. Der Untertitel heißt: Was muß man wissen? — Was kann man tun?
Besonders aufschlußreich sind die vom Verf. angeführten Fragen aus dem Zettelkasten eines Religionslehrers einer Berufsschule. 15 von 24 Fragen bezogen sich auf Geschlechtliches und zeigen, wieviel Unklarheiten dieses Kardinalproblem, das vom Verf. als „Königsproblem“ der Jugendlichen bezeichnet wird, beinhaltet. Es wird außerdem deutlich, wie wenig sich die jungen Menschen offenbar trauen, mit Erwachsenen über diese Fragen zu sprechen, denen meist wegen der eigenen Unsicherheit ausgewichen wird.
Der Verf. gibt wertvolle Ausgangspunkte für Gespräche über diese leider oft fälschlicherweise tabuierten Themen. Nach Ansicht des Verf. sollte die „Aufklärung“ der Jugendlichen keinesfalls nur den Informationen, die sie von der Straße oder Schmutzliteratur her gewinnen, überlassen werden. Er meint, daß die Aufklärung und die Hilfe, die man Jugendlichen bei ihren sexuellen Problemen geben sollte, eine wesentliche Aufgabe auch gerade der religiösen Erziehung sei. Es solle nicht nur über die organische Natur der Geschlechtlichkeit, also über die bloße Biologie zu den Jugendlichen gesprochen werden, sondern auch darüber, wie das Sexuelle in der Persönlichkeit des Einzelnen eingeordnet sein wird und wie wichtig dies für ein echte, erfüllende Partnerschaft ist. Offene Gespräche sind oft befreiend und schützen vor unfruchtbarem, verführerischem Grübeln über Gehörtes und nur halb Gewußtes.