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In der vorliegenden Studie, wie auch in ähnlichen früheren Veröffentlichungen der von ihm herausgegebenen psychologischen Schriftenreihe, macht sich Verf. zum leidenschaftlichen Anwalt eines behüteten Kinderdaseins. Er weist auf die Gefahren hin, die dem Kind in der heutigen Welt mit einer Einbuße an Menschenwürde drohen. Er führt die bekannten Tierexperimente Harlows
an, um die Spaltung von Triebbefriedigung und Geborgenheitsgefühl bei früh von ihren Müttern getrennten Lebewesen aufzuzeigen. Ähnliche Teilspaltungen sieht Verf. unter dem Einfluß der Technik, besonders bei pädagogischer Abwesenheit der Mutter entstehen, wenn schädliche (optische, akustische u. a.) Einflüsse den natürlichen Rhythmus von Spannung und Entspannung beim Kinde stören.
Wieweit es dem Verf. möglich ist, lediglich durch eine Besinnung — die oft wie ein wehmütiger Blick des Erwachsenen auf ein verlorenes Kinderland erscheint — die „pädagogischen Provinzen“ von Kindergarten und Schule zu beleben, statt sich aktiv den drängenden Problemen, wie Funk, Film, Fernsehen u. a. Reizeinflüssen als potentiellen Aktiv-Posten der Erziehung zu stellen und sie damit zu meistern, erscheint fraglich.