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Die vorliegende Sammlung von Arbeiten Lotte Schenk-Danzingers wird vom Herausgeber als ein „Überblick über ihr Schaffen“ apostrophiert. Sie soll „einen Einblick in die Entwicklung der jeweils behandelten Probleme und beachteten Aspekte“ gewähren und stellt „den Anfang einer Dokumentation psychologischer Forschung und Praxis der Entwicklungs-, Beratungsund Schulpsychologie“ dar.
Zwanzig Aufsätze aus den Jahren 1950 bis 1961 wurden unter den Rahmenthemen „Studien zur Entwicklungspsychologie“, „Studien zur Schulpsychologie“, „Studien zur Praxis der Beratungspsychologie“ und „Allgemeines“ zusammengestellt und durch eine ausführlichere „Kasuistik“ ergänzt.
Eine solche nachträgliche Systematisierung hat natürlich ihre Grenzen. Sie führt dazu, daß man unter einem Rahmenthema nicht immer das findet, was man sich erhofft. Die „Studien zur Praxis der Beratungspsychologie“ geben vorwiegend einen Überblick über die Symptomatik und die mögliche Genese der behandelten Störungen (Legasthenie, Überforderung, Linkshändigkeit, Cerebralschäden, Hospitalismus und Mutismus). Die Möglichkeiten und Wege psychologischer Beratung klingen nur in recht allgemein gehaltenen Hinweisen an, während ihre Grenzen (vor allem bei Hospitalismus und Mutismus) deutlich hervorgehoben werden.
Trotzdem ist auch dieser Teil für den Lehrer — an den sich die ganze Schrift offenbar mehr wendet als an den schulpsychologischen Fachmann — aufschlußreich. Er erhält vor allem über die Legasthenie einen guten Überblick (Erscheinungsformen, Häufigkeit, Ursachen und Zusammenhang mit anderen psychischen Faktoren) und bekommt Hinweise auf die Möglichkeit „legasthenischer Rechenstörungen“ sowie auf die einschlägige Literatur.
Unter der Fragestellung „Was soll der Lehrer von der Psychologie wissen?“ stellt die Verfn. im ersten allgemeinen Teil die Forderung nach einer viel umfassenderen psychologischen Ausbildung des künftigen Pädagogen, als sie heute noch an vielen Hochschulen üblich ist. Daß allerdings „im Zusammenhang mit