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Der inzwischen emeritierte Autor war bis 1958 ordentlicher Professor für Zeitungswissenschaft und Massenpsychologie an der Universität Amsterdam. Er ist in Deutschland geboren und wurde selbst Opfer des Massenwahns unserer Zeit. Bereits in früheren Werken hat er sich mit den Problemen der Massen und des Massenwahns auseinandergesetzt.
Die vorliegende, sorgfältige Studie stützt sich ausschließlich auf geschichtliche Quellen, die besonders leicht zugänglich sind, da die großen Verfolgungen erst zu Beginn der neueren Geschichte und nach der Erfindung der Buchdruckerkunst begannen.
Nach Einführung in die geistige und geschichtliche Welt des 16. Jahrhunderts wird gezeigt, wie die Ketzerverfolgungen der Inquisition sich in den Hexenverfolgungen fortsetzten. Der Wahn, von Südfrankreich ausgehend, verlief später fast gleichförmig in katholischen und protestantischen Ländern und wurde gerade auch von gebildeten Männern unterhalten und geschürt. So wurde der „Hexenhammer“, „das schauerlichste Buch der Weltliteratur“, wie es der Verfasser nennt, von den Inquisitoren Insistoris und Sprenger verfaßt. Sprenger war Professor der Theologie und Dekan der Universität Köln. Die Welt der magischen Künste, Zauberer u. a., verbunden mit dem Umgang und Glauben an den Teufel, gaben den Boden ab für die Entwicklung der Hexenverfolgungen, die aufflackerten, wie Krankheitsherde