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Es war mir willkommen, einmal wieder über ein Problem, das so grundlegend für unsere tägliche Arbeit ist, nachzudenken, meine frühere Arbeit über Gegenübertragung, auf die Dr. Fordham1 Bezug nahm (Heimann, 1950), noch einmal kritisch zu betrachten und meine damaligen Ansichten mit meinen heutigen und denen anderer Kollegen zu vergleichen. Der Gedanke, daß meine Arbeit zur Diskussion angeregt hat, ist mir sehr angenehm. Jedenfalls sind seither mehrere Arbeiten erschienen, die Wesentliches zur Klärung des Problems enthalten.
Mein kurzer Artikel beruhte auf einer Reihe von Beobachtungen, die mich auf das Problem der Gegenübertragung aufmerksam gemacht hatten. In den von mir betreuten Kontrollanalysen konnte ich sehen, wie viele Ausbildungskandidaten bestrebt waren, ihre Menschlichkeit zu verleugnen, weil sie Freuds Empfehlungen (Freud, 1910-1919) und besonders seinen Vergleich der Haltung des Analytikers mit der des Chirurgen mißverstanden. Sie waren so erschrocken und schuldbewußt, wenn sie irgend etwas für ihre Patienten empfanden, daß sie diese Gefühle durch Verdrängung und verschiedene Verleugnungstechniken abwehrten, zum Schaden ihrer Arbeit. Nicht nur ging ihnen die feinere Wahrnehmung dessen verloren, was sich in der analytischen Situation ereignete, weil sie so sehr mit sich selbst beschäftigt, im Kampfe mit sich selbst waren; sie griffen auch zu Abwehrmaßnahmen gegen den Patienten, verschanzten sich hinter der Theorie, tauchten in die früheste Lebensgeschichte des Patienten unter und verstiegen sich zu gescheiten intellektuellen Deutungen. Sie neigten auch dazu, Bemerkungen über die positive Übertragung mit den damit verbundenen sexuellen Phantasien zu übersehen oder zu übergehen und willkürlich Zeichen der negativen Übertragung herauszugreifen, weil sie dadurch das Ziel der „kühlen Distanziertheit“ sicherer zu erreichen glaubten. Daß ein großer Teil der Feindseligkeit, auf die sie sich konzentrierten, die Reaktion des Patienten auf diese Zurückweisung und dies