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Nach drei Jahren intensiver Psychotherapie chronisch schizophrener Patienten beschäftigte mich verhältnismäßig kurze Zeit die Frage, ob ich weitermachen und mich für viele weitere Jahre — vielleicht für den ganzen Rest meiner beruflichen Laufbahn — hauptsächlich diesen Bemühungen widmen sollte. Ich entschied mich dafür, es zu tun, aus dem Gefühl heraus, daß ich mich im Laufe meiner Selbstanalyse, im Laufe dieser Anfangsjahre in der Feuerprobe der intensiven Psychotherapie der Schizophrenie und im Laufe der Entwicklung meines eigenen Ehe- und Familienlebens selbst gefunden hatte. Die Frage, ob ich ein menschliches Wesen sei, mit den gleichen Gefühlsfähigkeiten wie andere begabt, war bejahend beantwortet worden. Ich fühlte mich jetzt in der Lage, an die Psychotherapie mit frischer Kraft und sachlicher Einstellung heranzugehen. Ich hatte das sichere Gefühl, daß ich das Grundpotential für diese Arbeit besitze und war begierig zu sehen, welche wirklich fachgerechten Methoden man entwickeln könnte — Methoden, die weiter führten als die tastenden Versuche des von der Gegenübertragung geplagten Neulings —, wenn man diese bemerkenswert komplexe Arbeit, die so nötig getan werden mußte, anpackte.
Die neun Jahre, die seitdem vergangen sind, haben mir die Gültigkeit dieser Veränderung in der Ausrichtung meiner Gefühle bestätigt, mir aber nicht weniger eindringlich zu der Erkenntnis verholfen, daß man die „Technik“ der Psychotherapie der Schizophrenie am besten als eine sich langsam entwickelnde Folge von spezifischen und sehr tiefen affektiven Beteiligungen beschreibt, in die der Therapeut genauso wie der Patient hineingezogen wird, und zwar während eines Therapieverlaufs, der sich mir — notwendigerweise allgemein und schematisch ausgedrückt — im großen ganzen als „normal“ und voraussagbar gezeigt hat. In dieser Studie soll daher versucht werden, die entscheidende Rolle der Gefühle in der therapeutischen Beziehung herauszuarbeiten und ferner das zu beschreiben, was ich als das „n