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Unser Bericht stützt sich auf eine einjährige Erfahrung mit analytisch geführten Gruppen-Gesprächen auf einer Rehabilitations-Station für jeweils 12 psychiatrische Patientinnen jüngerer Jahrgänge (etwa 18 bis 35 Jahre). In der Berichtszeit behandelten wir insgesamt etwa 60 Patientinnen. Es handelte sich überwiegend um Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis (dem Alter entsprechend meist hebephrene Verlaufsformen), um einzelne Psychosen aus dem manisch-depressiven Formenkreis, sowie um abnorme Entwicklungen und Reaktionen einschließlich neurotisch bedingter Verwahrlosung, die klinischer Behandlung bedurften. Hier soll speziell auf unsere Erfahrungen mit den schizophrenen Patientinnen eingegangen werden.
Innerhalb der Klinikklientel lag auf der Station eine positive Selektion nach Intelligenz, Reflexionsvermögen und kommunikativem Potential vor. Die Erfahrungen eines Jahres haben unsere Ansicht, daß ein relativ einheitliches Niveau der Kranken die Grundvoraussetzung für den Erfolg einer psychotherapeutisch unterstützten Rehabilitationsarbeit bildet, in vollem Umfange bestätigt. Diese Arbeit begann während des im allgemeinen mehrmonatigen stationären Aufenthaltes unserer Patientinnen und setzte sich in allen Fällen über die Entlassung hinaus fort. Während der ganzen Zeit standen die schizophrenen Patientinnen unter gezielter Pharmakotherapie. Unter strenger Indikationsstellung wurde während des stationären Aufenthaltes auch bei einigen von ihnen eine Heilkrampfbehandlung und bei einer noch geringeren Anzahl eine große Insulin-Kur durchgeführt.
Neben der individuellen ärztlichen Betreuung, die sich in zwei Fällen bis zu Langstrecken-Analysen mit 4 bis 5 Wochenstunden ausdehnte (und entsprechend über viele Jahre fortgeführt werden muß), lag das Schwergewicht unserer Arbeit auf der Soziotherapie. Wir verfolgten dabei — wie andernorts zusammen mit Häfner ausführlicher dargelegt — das Prinzip der therapeutischen Gemeinschaft, in die jede Patientin vom Tag ihrer Aufnahm