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Diesem Beitrag liegt die Absicht zugrunde, die Aufmerksamkeit auf einen Teilaspekt der Genese psychosomatischer Symptombildung zu lenken, der mir in der analytischen Therapie wiederholt aufgefallen ist. Bei der Mitteilung meiner Beobachtungen bin ich mir darüber klar, daß es sich nur um den Versuch einer ersten Annäherung handeln kann, daß weitere Beobachtungen und eine kritische Durcharbeitung eines größeren Materials notwendig sind, um die gemachten Aussagen zu bestätigen, zu widerlegen oder zu modifizieren.
Dieser Charakter einer vorläufigen Mitteilung läßt es geboten erscheinen, das Thema zu begrenzen. Ich habe nicht die Absicht, die Problematik der „unbewußten Phantasien“ im ganzen aufzugreifen, noch auf die Genese und Bedeutung der Phantasie im Seelenleben des Menschen einzugehen. Diese Fragen haben S. Freud und nach ihm erfahrene Psychoanalytiker in wichtigen Arbeiten ausführlich behandelt (J. Sandler, 1963; D. Beres, 1962; S. Isaacs, 1948; L. Eideiberg, 1945). Insbesondere möchte ich die von Sandler so betonte Unterscheidung des Phantasierens als Ichfunktion und der Inhalte einer Phantasie, auch der unbewußten, unterstreichen. Ein Symposion war auf dem letzten internationalen psychoanalytischen Kongreß dem Thema Phantasie gewidmet.
Der Darstellung des klinischen Materials und den daran geknüpften Überlegungen möchte ich zwei Sätze vorausschicken, die zeigen sollen, welche Ausgangspunkte dem Folgenden als Hypothesen zugrundegelegt worden sind.
Bei der Neurose liegt das Schwergewicht der Konflikte in der Entwicklungsperiode der phallischen Phase der Libidoentwicklung, der ihr parallel gehenden Strukturhöhe der Ichorganisation, und hinsichtlich der Objektbeziehungen ist sie durch das Vorherrschen des Ödipuskomplexes gekennzeichnet. Bei der Therapie von Patienten mit psychosomatischen Syndromen (z. B. Asthma, Ulcus, Anorexie, Hauterkrankungen, Colitis ulcerosa) haben die Beobachtungen gezeigt, daß diese Kranken das psychische Entwicklungsniveau der ödipalen Phase m