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Bei diesen Studien über „Existenz-Analyse und Phänomenologie“ handelt es sich um eine Folge von Essays, in denen viele Ideenströme zusammengeführt sind. Dr. Laing arbeitet als Psychoanalytiker an der Tavistock Klinik in London. Hier haben ihn Rycroft, Fairbairn, Sutherland, Winnicott und andere befruchtet. Zugleich hat er sich den vom europäischen Kontinent kommenden daseinsanalytischen und phänomenologischen Denkrichtungen ausgesetzt. In den beiden vorliegenden Bänden, die in England und Amerika Aufsehen erregt haben, läßt Laing erkennen, daß sein Denken noch sehr im Fluß ist.
Der erste Band, stark durch die Arbeiten von Binswanger, Minkowski und Boss beeinflußt, ist weitschweifiger geschrieben als der zweite. Heideggers Begriff der Eigentlichkeit (englisch meist als „authenticity“ wiedergegeben) wird mit Winnicotts Begriff des „wahren Selbst“ amalgamiert, was dem Autor interessante Beschreibungen verschiedener schizophrener Phänomene ermöglicht. Zentral werden dabei für Laing Begriffe wie „ontologische Angst“ und Verkörperung (letzterer weitgehend von Merleau-Ponty übernommen). So unterscheidet er, in der Darstellung schizophrenen Erlebens, das „embodied self“ vom „un-embodied seif“, das körperlich erlebte vom körperlich nicht erlebten und durchstimmten Selbst. Er läßt damit den Verlust des Körpergefühls Schizophrener, wie es bereits von Schilder, Federn, Weiss und anderen