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In einer gedankenreichen Schrift gibt der Autor einen Aufriß seiner Auseinandersetzung mit Problemen der psychosomatischen — oder wie er zumeist schreibt — psychophysischen Medizin. Er legt diese Auseinandersetzung in einer sehr originellen äußeren Form vor: alle detaillierteren wissenschaftlichen Exkurse sind in die Erläuterungen, die die zweite Hälfte des Buches umfassen, verlegt. Diese Zweiteilung hat den unbestreitbaren Vorzug, daß der Aufriß selbst in einer sehr flüssigen und leicht lesbaren Form vorliegt. Und dies ist von um so entschiedenerem Vorteil, als sich das Buch wohl im wesentlichen an eine Leserschar wenden dürfte, die eine erste Begegnung mit psychosomatischen Problemen sucht. Sie erhält in den überraschungsreichen und impulsiv geschilderten Krankenberichten einen Ausblick auf die Tatsache, daß sich mit den von der Medizin so nüchtern kodifizierten Krankenbildern lebensgeschichtliche Dramen verknüpfen. Interessierteren Lesern vermögeń die Erläuterungen dazuhin noch ein Bild zu vermitteln, wie viele Fäden sich zu den verschiedensten Denkansätzen unserer Kultur knüpfen lassen.
Das Buch zeigt in allen Teilen die Handschrift und die Denkweise des Autors, und gerade das ermöglicht es dem Fachmann, einer Frage nachzugehen, die für die Neurosenpsychologie so brennend wichtig ist, wichtiger als die Frage nach dem Erfolg, als die bloße Feststellung