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Im Rahmen seiner Thesen über die „Rolle von Entlastung und Belastung für Krankheit und Heilung“ geht Schulze davon aus, daß der leibseelische Organismus des modernen Menschen nicht dazu „gebaut“ ist, um die progressive Entlastung vom aktiven persönlichen Einsatz sowie die Belastung durch Überproduktion und Reklametechnik mit Konsumzwang zu bewältigen. Hierin sieht der Autor wesentliche Ursachen für die Entstehung von Neurosen. Bei der Neurosentherapie wäre entscheidend, den Patienten zur Aktivität anzuleiten („das heißt praktisch bis zum aktiven Kämpfen um seine ihm zustehenden und lebensnotwendigen Rechte und Entfaltung seiner Fähigkeiten“), wobei ihm der Therapeut „als Kamerad und Bundesgenosse“, nötigenfalls „als Trainer und Kommandeur“ zu dienen habe. Anhand der „Grenzsituationserlebnisse“ in der Neurosentherapie — das sind Belastungssituationen (meist sportlicher Art, z. B. Segelflug), denen sich der Patient freiwillig und selbstverantwortlich aussetzt — werden Möglichkeiten einer Mobilisierung solch latenter Aktivitäts- und Reaktionsbereitschaften aufgezeigt, die von der überzivilisierten Umwelt kaum noch gefördert würden. Hierdurch