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Klinische Beobachtungen werden verschiedenen Funden der vergleichenden Verhaltensforschung gegenübergestellt. Dadurch wird Licht auf menschliche Instinktbewegungen bzw. Fragmente solcher Instinktbewegungen geworfen. Im einzelnen werden Bewegungen der Nahrungsaufnahme, Greif- und Kletterautomatismen, Enthemmungen des sexuellen Triebverhaltens, pathologische Affekte und krankhafte Ausdrucksbewegungen besprochen. Es zeigen sich viele Zusammenhänge zwischen organisch bedingten (z. B. durch Hirntumoren, Arteriosklerose) Entdifferenzierungsphänomenen und Instinktbewegungen, die sowohl eine phylo- als eine ontogenetische Dimension haben. Dabei bleibt jedoch oft offen, wie weit es sich um analoge oder homologe Erscheinungen handelt. Dies ist ein Gebiet, in dem sich in den letzten Jahrzehnten viele neue Perspektiven eröffnet haben.