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Der im angloamerikanischen Bereich sehr gebräuchliche MMPI (Minnesota Multiphasic Personality Inventory) ist erstmals vollständig in deutscher Fassung erschienen. Es ist ein psychometrisches Verfahren und mit der Absicht entworfen, in einem einzigen Test
Meßwerte für alle wesentlichen Persönlichkeitsbereiche zu erhalten. „Die Bedeutung eines Persönlichkeitszuges wurde unter dem Gesichtspunkt eines im klinischen Bereich oder in der Personalauslese Arbeitenden bestimmt, der diejenigen Züge erkennen möchte, die charakteristisch für krankhafte oder in anderer Weise störende psychische Auffälligkeiten sind.“
Der Test umfaßt 550 Feststellungen, die vom Probanden mit „richtig“ oder „falsch“ (oder „weiß nicht“) beantwortet werden müssen. Die Behauptungen entstammen 26 Bereichen, die sich von der körperlichen Verfassung bis zur moralischen oder sozialen Einstellung der untersuchten Personen erstrecken. Der Grundgedanke basiert auf der Hypothese, daß sich unter den 550 Feststellungen solche befinden, die als Gruppen von Feststellungen zusammengefaßt, beliebig viele mögliche Skalen bilden können. Diese Flexibilität, die es erlaubt, das Instrument auch neuen Fragestellungen anzupassen, ist der wesentliche Vorteil dieses Tests im Vergleich zu den sonst üblichen eindimensionalen Skalen.
„Die zu Beginn der Konstruktion des MMPI eingeführten klinischen Skalen waren: Hypochondrie, Depression, Hysterie, asoziale Psychopathie, Maskulinität-Feminität, Paranoia, Psychasthenie, Schizophrenie, Hypomanie und soziale Introversion.“ Die Normierungsdaten der amerikanischen Fassung wurden an 700 Personen entwickelt, den klinischen Skalen lag Material von 800 Patienten der neuropsychiatrischen Abteilung des Universitätshospitals Minneapolis zugrunde. Da diese Skalen z. T. aus der allgemeinen Kraepelinschen Terminologie und deren Modifikation und Anwendung in der amerikanischen Praxis abgeleitet wurden, muß man sehr vorsichtig sein, wenn man diesen Test im deutschen Sprachraum anwenden will.
Auße