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Hellers „Soziotest“ besteht aus dem Auftrag, „die Namen der Klassenkameraden aufzuschreiben, die euch lieb sind“, und daneben „die ihr nicht gern habt“. Die Schüler sollen dazu schreiben, „warum ihr die betreffenden Mitschüler liebt oder nicht“ (S. 60). Der Aufgabe nach unterscheidet sich dieser Test nicht von den bisherigen Soziogrammen. Auf die pädagogischen Bedenken gegen negative Wahlen, auf die Einstimmung auf diese Aufgabe usw. geht der Verfasser nicht ein. Dagegen entwickelt er sehr ausführlich die Auswertung mit der „Zirkel- und Streifenmethode“. Vor allem kommt es dem Verfasser darauf an, die Gaußsche Kurve auch der „Eichung“ des Soziotests zugrunde zu legen, die einseitigen oder beidseitigen positiven, negativen oder gegensätzlichen Wertungen in eine Korrelation zu bringen. Die für die Schule wichtigen Erkenntnisse werden nebenher erwähnt, z. B. daß die Höhe der ambivalenten und der negativen Beziehungen in einer Klasse „nicht mehr als je 5 % der Gesamtzahl der Beziehungen betragen soll“ (S. 101).
Verdienstvoll ist die einleitende Übersicht über alle bisherigen ähnlichen Testverfahren und eine Bibliographie von 28 Seiten. Das Ganze ist mehr eine Standortbestimmung und Strukturanalyse der möglichen Antworten als eine Benutzungsanweisung und Hilfe bei der Interpretation einzelner Ergebnisse.