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Die Verfasser — Studierende an der Ev. Schule für Heimerziehung Reutlingen — berichten über zwei Modellversuche jugendlicher Gruppenaktivität. Mit dem Ziel, durch lebensnahe Methoden junge Menschen zu einer Gruppe zusammenzuführen, die „über den eigenen Kreis, über die Grenzen der selbstund vorgesetzten Ziele und Programme hinweg — und an irgendeiner Stelle unserer Gesellschaft zugleich helfend und orientierend einsteigt“, wurden mit viel Verständnis und etwas Mut zwei Versuche auf den Sektoren des literarischen Jugendschutzes und des sozialen Dienstes gewagt.
Der frische und sehr ehrliche Erfahrungsbericht — der in übersichtlicher Gliederung über Planung und Absicht, Durchführung und Erfolg der Experimente orientiert — wird Heimerziehern, Sozialarbeitern und Lehrern Anregungen für die eigene Arbeit geben.
Das Geleitwort von Ulrich Beer — der knapp und ohne Pathos die Situation der heutigen Jugend als die einer „nicht festgestellten Generation“ zu analysieren versucht und daraus Folgerungen für die Behandlung von Jugendproblemen ableitet —. macht das Bändchen auch für Ärzte, Psychologen und Seelsorger als Hinweis und Bestätigung für die eigenen Erfahrungen und Reflektionen lesenswert.