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Verf. setzt sich in seinem Buch anhand ausführlicher Falldarstellungen mit Selbstbekenntnissen (Briefen u. a.) von fünf in Heimen behandelten verhaltensgestörten Kindern mit den Grundfragen der heilpädagogischen Erziehung Verwahrloster auseinander. Umwelt, Mitwelt und Heimat sind die Konstanten, die — von der Anlage abgesehen — dem Kinde und Jugendlichen seine Lebenstechnik, Lebensführung und Lebenserfüllung ermöglichen. Als ein ursächliches Moment der Verwahrlosung ist aber auch die Achtlosigkeit der verantwortlichen Erzieher anzusprechen. So stammt und mündet die Verwahrlosung als fehlende oder gestörte mitmenschliche Beziehung in der seelischen Heimatlosigkeit.
Bei den eindrücklich geschilderten Lebensläufen, in denen der heilpädagogische Eros des Verf. deutlich wird, scheinen allerdings dem eigenen Wollen gegenüber der tiefer wurzelnden, oft Denken und Handeln beherrschenden Triebproblematik des gestörten Jugendlichen allzu große Möglichkeiten im Rahmen der Verwirklichung seines Lebensentwurfes zugemessen.