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„Anregungen und Hilfen für eine differentielle pädagogische Betreuung erziehungsschwieriger Kinder in Sonderklassen oder in einer Sonderschule“ will der Verf. mit seiner Schrift geben. Damit wendet er sich in erster Linie an den Lehrer, dem er aufzuzeigen versucht, „wie die ‚normalen‘ pädagogischen Maßnahmen, Methoden und Mittel so differenziert werden können, daß man dem spezifischen Entwicklungsund Bildungsbedürfnis des einzelnen fehlentwickelten und unangepaßten, psychisch gestörten, organisch gehandicapten und umweltgeschädigten Kindes gerecht werden kann“.
Diese Absicht läßt sich in der knapp gehaltenen Schrift nur ansatzweise verwirklichen, so daß sich der Verf. im Hauptteil „Der Unterricht“ vorwiegend auf die Darbietung eines Exzerptes allgemeinverbindlicher pädagogischerEr-kenntnisse beschränken muß, ohne dem interessierten Lehrer wesentlich neue Handreichungen für die Spezialproblematik bieten zu können.
Den Pädiater, Psychiater und Psychologen könnte der erste Teil der Schrift interessieren, der sich mit der „psychischen Problematik des erziehungsschwierigen Kindes“, der „Einrichtung von Sonderklassen und -schulen als psychologisches und pädagogisches Problem“ und der „Klassen- und Gruppeneinteilung“ beschäftigt.
Eine saubere Gegenüberstellung von Gründen, die für bzw. gegen die Forderung derartiger schulischer Sondereinrichtungen sprechen, und ein Überblick über die Entwicklung entsprechender Einrichtungen in den einzelnen Bundesländern können hier orientierend wirken.
Kritischen Einwänden wird der Verf. ausgesetzt sein, wenn er bei der Frage nach der Klassen- und Gruppeneinteilung anstelle einer Gliederung nach Altersklassen die Einteilung nach den „ätiologisch-primären Auslöserfaktoren“ fordert, die seiner Meinung nach „die Anwendung bestimmter erzieherischer Grundeinstellungen und didaktisch-methodischer Grundmaßnahmen für eine längere Zeit gewährleisten“.
Daß man die für eine Sonderbeschulung vorgeschlagenen Kinder in theoretischwissenschaftlicher Sicht u