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Die vorliegende Dissertation ist offenbar durch die Kritik Hans Thomaes (Bd. 4 Handbuch der Psychologie, Kapitel 7 — Das Problem der Konstanz und Variabilität der Eigenschaften — insbesondere S. 312) an dem Afoorschen Begriff des Inneren Halts (Paul Moor, Heilpädagogische Psychologie Bd. 1 und 2) veranlaßt worden. Paul Moor hat seine Vorstellung vom Inneren Halt auch in der „Psyche“ (zur Psychologie und Pädagogik des Inneren Haltes) 1951 vorgetragen. Hans Thomae wirft Paul Moor eine „kaum mitzuvollziehende Begriffsausweitung“ vor, die bis zum „Ganzen des Menschseins“ gehe. Es wird deutlich, daß sich hier die Denkweisen des psychologischen Tatsachenforschers und des heilpädagogisch orientierten Pädagogen gegenüberstehen. Während der Psychologe beschreibt und ordnet, bezieht der Erzieher in seiner helfenden und heilenden Zielsetzung auch die Verursachung der Phänomene ein und ist weiter bemüht, unter seinem Gesichtspunkt einer wertbezogenen Wissenschaft die Bedingungen einer optimalen Ausformung der Lebenserfüllung zu erkennen.
Fritz Briner beleuchtet nacheinander die Begriffe Haltung und Halt in der Umgangssprache, in philologischer Betrachtung, und analysiert dann die Begriffe in ihrem wissenschaftlichen Gebrauch in der Psychologie wie in der Pädagogik. Dabei referiert er insbesondere Lersch und Lücken, aber auch C. G. Jung und Schultz-Hencke. Neben anderen Autoren werden Psychiater (Schröder) und Philosophen (Jaspers) in der fleißigen Arbeit herangezogen, um ein vielschichtiges Bild zu gewinnen. Der Verfasser