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Nicht selten erfährt man im Laufe einer Analyse von Phantasien des Patienten, in denen er schlägt oder geschlagen wird. Freud hat auf das tagträumende Erlebnis solcher Szenen in „Ein Kind wird geschlagen“ hingewiesen. In der vorliegenden Arbeit sollen einige Varianten solcher Schlagephantasien mitgeteilt werden, weil es wichtig erscheint, zur Bearbeitung dieser komplexen Phantasieinhalte Erfahrungen beizutragen.
In der erwähnten Arbeit beschäftigt sich Freud mit den Schlagephantasien beider Geschlechter, bezieht sich aber im wesentlichen auf die Phantasien seiner weiblichen Patienten. Er teilt die Schlagephantasien in drei Phasen ein, von denen die erste und dritte bewußt erinnert werden, die mittlere unbewußt bleibt. Die erste Phase hat etwa folgenden Inhalt: Irgendein Kind wird von einem Erwachsenen geschlagen. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, daß der Erwachsene den Vater, das geschlagene Kind einen verhaßten Rivalen, meist ein Geschwister, darstellt. Der Inhalt der mittleren Phase lautet: Ich werde vom Vater geschlagen. Dieser Inhalt verbindet die Strafe für die verbotene inzestuöse Liebe mit ihrer regressiven Erfüllung auf analer Stufe und hat im Gegensatz zur ersten Phase deutlich erotischen Charakter. Freud vermutet, daß dies den Inhalt einer häufigen, meist unbewußt bleibenden Phantasie bei der kindlichen Onanie zur Zeit des ödipalen Konfliktes darstellt.
In der dritten, bekannten Phase der Schlagephantasie, die um das 7. Lebensjahr entsteht, tritt die Phantasierende gewöhnlich als Zuschauer auf, während der schlagende Vater durch andere Autoritätsfiguren, meistens Lehrer, ersetzt wird.
Freud lag es daran, diese Beobachtungen zur Aufklärung der Genese der Perversionen, insbesondere des Masochismus, zu verwenden und festzustellen, welche Rolle der Geschlechtsunterschied in der Dynamik der masochistischen Neurose spielt. Bei beiden Geschlechtern zeigten die Schlagephantasien eine sadomasochistische Verwandlung der ödipalen Liebe an. Die oben beschrieb