You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In dieser Arbeit wird ein Verfahren zur Erforschung der Schizophrenie beschrieben, das sich vor allem um die Erhellung der Zusammenhänge zwischen der Familiensituation und den strukturellen Aspekten der schizophrenen Störung, insbesondere der Denkstörung, bemüht. Es gelang den Verfassern, in einer Reihe systematischer Studien die Denkformen einzelner Patienten aus den in ihren Familien vorherrschenden Formen der Wahrnehmung, Beziehung und Kommunikation abzuleiten bzw. „vorauszusagen“.
Bevor wir das von unseren Kollegen und uns benützte Forschungsverfahren im einzelnen beschreiben, wollen wir seine klinische und begriffliche Basis skizzieren. Dabei werden gewisse Mängel bzw. Grenzen früherer Studien über die Familienbeziehung Schizophrener erörtert werden. Diesen Studien gegenüber vertreten wir die Auffassung, daß die strukturelle Ich-Schädigung in der Schizophrenie besondere Aufmerksamkeit verdient und daß von diesem Ansatz her die Familienforschung in einem neuen Licht erscheint. Als nächstes werden wir den klinischen Rahmen und die Daten beschreiben, die in unserem Forschungsprogramm bereits angefallen sind. Schließlich sollen einige der klinischen Beobachtungen zusammengestellt werden, die uns dazu geführt haben, die Denkstörung in den Mittelpunkt der systematischen Erforschung der Familien junger erwachsener Schizophrener zu stellen.
Wir und unsere Mitarbeiter vom National Institute of Mental Health gehen von der Voraussetzung aus, daß sowohl die normale als auch die psychopathologische Persönlichkeitsentwicklung durch die ständige dynamische