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Den Aufbau meines Vortrages hat eine häufig bestätigte Erfahrung beeinflußt, die aus meiner eigenen Ausbildungstätigkeit herrührt. Die psychoanalytische Literatur ist sehr umfangreich und wächst ständig, sie ist das Ergebnis der Verarbeitung von Freuds Werk durch seine Schüler und die nachfolgenden Psychoanalytiker. Der Wert dieser Arbeiten ist sehr unterschiedlich. Da es kein auf den heutigen Stand der Forschung gebrachtes Handbuch gibt und damit ein orientierender Führer durch die Literatur fehlt, müssen wir immer wieder selbst unseren Weg finden, und das kostet sehr viel Arbeit und Zeit.
Vielleicht wird es das Studium erleichtern, wenn ich reichlich Literaturhinweise gebe. Ich habe dabei meine eigene Auswahl getroffen, weil mir das fruchtbarer erschien, als wahllos zu zitieren. Am wichtigsten erscheint es mir, immer wieder Freuds Arbeiten zu lesen. Dieser Standpunkt wird heutzutage vielfach als überholt angesehen, wobei damit argumentiert wird, daß die Psychoanalyse sich über Freud hinaus entwickelt habe und seine Ansichten veraltet seien. Diese Meinung halte ich für grundfalsch; ganz im Gegenteil ist es in der gegenwärtigen Entwicklung der Psychoanalyse mehr denn je notwendig, sich mit Freuds Werk gründlich vertraut zu machen.
Im Hinblick auf mein Thema kann Freuds Werk in drei Perioden eingeteilt werden:
1.) die Zeit bis 1900, 2.) von 1900-1926 und 3.) von 1926-1939.
Mein Beitrag stellt einen Versuch dar nachzuprüfen, inwieweit der strukturelle Gesichtspunkt auf die Theorie der Abwehr Einfluß genommen hat. Greenacre (1961) hat die Ansicht vertreten, daß es sehr lange dauerte, bis sich der strukturelle Gesichtspunkt durchgesetzt hatte, und ich glaube, sie hat recht.
In zwei Arbeiten („Die Abwehrneuropsychosen“, 1894, und „Weitere Bemerkungen über die Abwehrneuropsychosen“, 1896) beschrieb Freud die Konversion, die Verschiebung des Affekts, den Rückzug von der Realität, die Verdrängung und die Projektion. Damit war die Abwehr als Funktion und als Mech