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Im Thema steht erstens, der Gegenstand soll aus psychoanalytischer Perspektive behandelt werden. Psychoanalytische Perspektive bedeutet Erforschung des menschlichen Verhaltens (und dazu gehören dessen externalisierter Aspekt, die soziale Umgangsform, ebenso wie sein interhalisierter Aspekt, die Gedanken, Phantasien, die Gefühle und Stimmungen), verstanden nicht als autochthones Ereignis innerhalb einer beliebigen Region, sondern als Erscheinungsform einer bestimmten zwischenmenschlichen Beziehung. Noch schärfer gesagt, die zwischenmenschliche Begegnung ist nicht das bloße Manifestationsfeld der zu registrierenden Phänomene, sondern sie ist ihr Ursprungsort und ihr Gliederungsfeld. Liebe und Haß, untertänige Gefügigkeit, grausame Herrschsucht, zarte Empfindsamkeit, gefühlskalter Gleichmut, gesetzestreuer Bürgersinn, anarchisches Rebellentum, hysterische Lähmung oder Attitude, melancholischer Selbstvorwurf, Verfolgungsangst und Wahnfabel, kurz alle menschlichen Charaktermerkmale und Reaktionsformen, seien sie „normaler“, „abnormer“ oder „pathologischer“ Art, erscheinen in diesem Lichte als aus dem interpersonalen Beziehungsnetz geborene Dynamismen und Strukturen. Sind umgekehrt diese Phänomene gegeben, werden sie als „Symptome“ von der beschreibenden Psychologie und Psychopbathologie aus dem Gesamtkomplex eines individuellen So-Seins abgehoben, so besteht ihre Analyse in eben der Erhellung und Rekonstruktion derjenigen zwischenmenschlichen Verhältnisse, die ihre Matrix waren. Damit habe ich den Charakter der psychoanalytischen Befunde angegeben, den wir uns vor Augen halten müssen, wenn wir die folgenden Ausführungen in der richtigen Perspektive, in ihrem Geltungsbereich sehen wollen.
Im Thema steht zweitens der Plural „schizophrene Psychosen“. Das soll anzeigen, daß ich der Auffassung bin, es gibt im E. Bleulerschen Sinne eine „Gruppe der Schizophrenien“ (E. Bleuler, 1911), und die von manchen Klinikern aufrechterhaltene (s. bei J. Wyrsch, 1960, 18) scharfe, wesensmä