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Dieses Buch, das die Autorin ihren beiden kleinen Patienten gewidmet hat, beschäftigt sich mit dem für die Psychoanalyse so wichtigen und bisher noch wenig systematisch bearbeiteten Problem der Passivität. Schon ihre Definition in analytischer Sicht bereitet Schwierigkeiten, mit denen sich die Autorin in einem speziellen Kapitel auseinandersetzt (Kap. . The Meaning of Passivity). Nach ihrer Auffassung stellt Passivität einen Zustand oder eine Qualität der Bereitschaft dar, sich von äußeren oder inneren Kräften außerhalb der Kontrolle des bewußten Ichs bestimmen zu lassen (S. 66). Sie betont den Unterschied zwischen passivem Verhalten und der Verfolgung passiver Triebziele.
Das Kernstück der Arbeit ist die sehr sauber und eindrucksvoll auf das spezifische Thema zugeschnittene Darstellung zweier Kinderanalysen. Das Material der im Erscheinungsbild verschiedenen Knaben im Alter von 7 1/2 und 10 Jahren wird nach strukturellen und biographischen Gemeinsamkeiten durchgearbeitet. Dabei ergibt sich eine wesentliche Übereinstimmung: Beide Knaben produzierten zu einem bestimmten Zeitpunkt der Behandlung „hypnagogische Phänomene“. Die Verfasserin geht darauf gründlich ein und verfolgt besonders ihre Verknüpfung mit der Oralität und der Passivitätsentwicklung.
Analog zum Entwicklungshöhepunkt des Primats der Genitalzonen postuliert die Autorin eine frühe Phase, in der sich alle vorhergehenden lustvollen Sensationen der Körperoberfläche und des Sensoriums auf die Mundzone konzentrieren. Die Möglichkeit einer Fixierung in diesem Bereich hängt davon ab, ob ein Höhepunkt oraler Befriedigung erreicht werden konnte oder ob immer noch passive Erfahrungen bestimmend sind, die aus der früheren Periode stammen, in der die Haut und der Körper in diffuser Weise Objekte unkontrollierbarer Reize von innen und außen gewesen sind. Spätere, z. B. ödipale Erlebnisse können diesen oralen Bereich mit seinen spezifischen Ängsten und passiven Wünschen reaktivieren. Dementsprechend werden die fortlaufe