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Der Kongreßbericht zeigt, welche Tendenzen sich in der Weiterentwicklung der Jungschen Archetypus-Lehre abzeichnen.
Wenn A. B. I. Plaut bemerkt, daß die klinischen Techniken in der Analytischen Psychologie weniger Beachtung fänden als in den Arbeiten der Psychoanalytiker (S. 225), so wird das Bestreben sichtbar, diesen Mangel auszugleichen. Anhand eines Falles stellt H. K. Fierz das durch den Einbruch eines Archetypus gekennzeichnete Zustandsbild der Besessenheit dar, das „an der Grenze von Neurose und Psychose“ liegt (S. 139). Besessenheitssituationen verlangen eine besondere psychotherapeutische Technik: Das auftretende psychische Material soll nicht interpretiert, sondern unmittelbar verstanden werden. Durch geduldiges Herstellen eines Kontaktes zum Patienten kann die Magie der Besessenheit gebannt werden.
In den Bereich des Klinischen führt auch der Beitrag von A. Jung über die Psychologie vegetativer Neurosen. Die vegetativen Neurosen können sich aus einer „Unsicherheit auf dem Gebiete des Geistes“ ergeben (S. 177), die dann entsteht, wenn die geistige Funktion im Menschen auf den Intellekt reduziert