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Der Band vereinigt sechs unter vorwiegend kasuistischen Gesichtspunkten ausgewählte Arbeiten. „Es ist gelegentlich bemerkt worden, daß C. G. Jung und seine Schüler nur äußerst selten über die von ihnen behandelten Krankheitsfälle berichteten“, ein Umstand, der neuerdings verstärktes Interesse an der Publikation solchen Materials wachrief. Das Kuratorium des C. G. Jung-Institutes sucht mit den hier nicht einzeln zu referierenden Beiträgen diesen Wünschen „bis zu einem gewissen Grade“ zu entsprechen. Der Leser wird sich überzeugen, daß es „schwieriger“ ist, „eine wissenschaftliche Kasuistik aufzuzeigen, die auf den Grundkonzeptionen und Methoden der Analytischen Psychologie beruht, als eine, die aus anderen Schulen hervorging“.
G. Adlers einleitend vorangestellte grundsätzliche Arbeit über „Die Sinnfrage in der Psychotherapie“ beleuchtet einen charakteristischen, von anderen Schulen divergierenden Aspekt der Analytischen Psychologie. „Die klassische Psychoanalyse würde die Sinnfrage eben gerade nicht als zur analytischen Behandlung gehörend betrachten; oder sie würde sie sogar höchst wahrscheinlich da, wo sie auftaucht, als einen Widerstand des Patienten ansehen, hinter dem sich seine eigentlichen und d.h.: infantil-sexuellen Probleme verbergen“, da Freud „keinen Raum für solche ‚unwissenschaftlichen‘ Fragen nach dem Sinne ließ“. Die Schwierigkeit, ja wohl Unmöglichkeit, die „Numinosität des Symptoms“ (besonders klar im Mythos von Chiron als Ausdruck eines am Reifungsprozeß gemessen günstigen Analyseverlaufs bei ausbleibender Symptomheilung) im Rahmen einer irgendwie „wissenschaftlichen Kasuistik“ zu erfassen, dürfte bei diesem Bemühen immerhin evident sein, womit weder numen noch Sinn geleugnet sind. Das Erleuchtungserlebnis eines gesunden jungen Mannes — beim Biß in einen schönen und schmackhaften Apfel „durchschoß ihn plötzlich ein tiefes, unbestreitbares Wissen um die Harmonie der Welt …“ und „verließ ihn nie wieder völlig“ — läßt in nuce erkennen, wie solche unmit