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Die Schrift enthält vier Hauptreferate von einem „Symposion katholischer Psychotherapeuten“. Von daher hat die Behandlung des Themas ihre Begrenzung und ihr Profil.
Gion Condrau gibt einen klugen Überblick über „Wesen und Bedeutung der Psychotherapie“, erläutert an Freud und an der Daseinsanalyse (Boss). Dabei wirkt die Ausklammerung anderer psychotherapeutischer Lehrer — ich nenne C. G. Jung und Fritz Künkel — etwas verwunderlich, um so mehr als er den m. W. von Künkel zuerst in den Mittelpunkt gestellten Begriff der seelischen Reifung des Menschen zu einem wichtigen Fundament seiner Ausführungen macht und diesem dadurch erhebliches Gewicht gibt.
Die beiden Beiträge von Josef Rudin und Armin Belli befassen sich hauptsächlich mit dem Problem gestörter, mißverstandener bzw. unechter Religiosität von Menschen, die bewußt kirchlich, aber „in ihrem Innersten nur selten wirklich ruhig und friedvoll“ sind. Während Rudin allgemein die „Beziehung zwischen Psychotherapie und religiösem Glauben“ untersucht (mit einer Gradunterscheidung von natürlichem und dogmatischem Glauben), gelten Bellis Ausführungen hauptsächlich dem Thema „Psychotherapie und Moral“. Das Gemeinsame liegt in dem Satz „Christlich-übernatürliches Leben kann sich in der Regel nur dann fruchtbar entfalten, wenn es … auf natürlich ger sundem Boden aufwachsen kann.“ Diesen in der Analyse freizulegen, ist das Ziel. An zahlreichen Beispielen wird der Weg dahin erläutert.
Jolande Jacobis instruktiver Beitrag heißt „Das Religiöse in den Malereien von seelisch Leidenden“. Die beigegebenen 33 Abbildungen geben mit den klaren und knappen, allgemeinen und speziellen Einführungen vorzügliche und lehrreiche Hinweise auf die Auswertung von Patientenbildnereien in der Psychotherapie. Lediglich der Text zu Bild 31 und 32 beschränkt sich auf eine wesentlich ästhetische Wertung. Das mag im Zusammenhang des mündlichen Vortrags berechtigt sein, bei der Drucklegung sähe man das lieber geändert. Mit Bild 33 eröffnet die Verf. dem Le