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Die in der Publikation zusammengefaßten Vorträge der 7. Lindauer Psychotherapiewoche
entbehren einer gemeinsamen Leitthematik. Nicht nur die Bezeichnung „Aktuelle Psychotherapie“ ist nicht ganz stimmig (nicht allein ob der Säumigkeit des Rezensenten), sondern auch die Bezeichnung „Hilfsmethoden der ärztlichen Psychotherapie“ kennzeichnet nur einige der Arbeiten. Nun kann man nicht 19 Referate ins einzelne gehend rezensieren; es sollen daher im nachfolgenden Gruppierungen thematischer Art gebildet werden.
Zu den philosophischen Grundlagen einer Psychotherapie äußerten sich L. Binswanger (Daseinsanalyse und Psychotherapie), H. Häfner (Daseinsanalytik und Gewissen), J. Meinertz (Psychotherapie und Philosophie), G. R. Heyer (Vom neuen Denken in der Tiefenpsychologie) und endlich J. H. Schultz (Bionomie als menschliches Grundprinzip für ärztliche Psychotherapie).
In der Gruppe „Psychohygiene und Sozialmedizin“ finden wir Referate von H. Meng (Psychohygiene heute — Idee und Wirklichkeit), W. Hollmann (Psychohygiene in der industriellen Gesellschaft) und H. Gauger (Über sozialmedizinische Verantwortung). Das Referat des leider zu früh verstorbenen, durch seine Arbeiten über die psychischen Folgen der Kriegsgefangenschaft bekanntgewordenen Düsseldorfer Psychotherapeuten Gauger verdient hier am meisten Beachtung ob der sehr pointierten Herausarbeitung gesellschaftlicher und kultureller Faktoren.
Aus ihren stationär-klinischen Erfahrungen in Tiefenbrunn berichteten G. Kühnel (Die heutige Lage der klinischen Psychotherapie), W. Schwidder (Diagnosen, Prognose und differentielle Indikation in der klinischen Psychotherapie) und W. Ahlbrecht (Psychotherapeutische Methoden in der Klinik). — Ebenso referierten aus dem Erfahrungsbereich einer Klinik über Psychosenbehandlung E. Kretschmer (Möglichkeiten und Grenzen der Psychotherapie im Aufbau der Schizophrenie), W. Winkler (Dynamische Phänomenologie der Schizophrenie als Weg zur gezielten Psychotherapie) und W. Kretschmer (Die mythis