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Die vorliegende Publikation stammt aus der „Psychosomatischen Abteilung der Medizinischen Universitätsklinik Hamburg“ und basiert auf der Untersuchung und Behandlung von 32 Asthma-Patienten. Der Verf. betont, und Jores hebt es im Vorwort als eine Hilfe für das Allgemeinverständnis hervor, daß die Untersuchungsmethodik sich an keine der bisherigen psychosomatischen Interpretationen des Asthma bronchiale und auch an keine tiefenpsychologische Richtung anlehne. Als psychologisches Bezugssystem wählte der Verf. die Psychologie des Werdens, des Auffassens und des daraus resultierenden Handelns von Margarete Eberhardt. Im wesentlichen handelt es sich hier um eine entlarvende Psychologie der Trugwerte und der daraus sich entwickelnden Ideologie-Bildungen. Das System erinnert in manchem an A. Adler (Fiktive Leitlinie) und Schultz-Hencke.
Der Verf. schildert einen „typischen Fall“ ausführlich und einige andere Fälle in Kurzdarstellungen; dabei orientiert er sich vor allem an folgenden Gesichtspunkten: Alter und Geschlecht, Dauer der Symptomatik, Dauer des Krankenhausaufenthaltes, Dauer der ambulanten Nachbehandlung, jetzige und frühere Symptomatik, Verhalten, Genese unter besonderer Berücksichtigung der Familien-Atmosphäre und letztlich auslösende Schicksals-Situation. Diese Kasuistik und auch die anschließenden katamnestischen Erhebungen bieten ein interessantes Material für jeden, der sich mit der psychosomatischen Problematik des Asthma bronchiale beschäftigt. Allerdings ist dem Rezensenten nicht ganz einsichtig, warum eine „eklektische Methodik“ — eine solche ist nämlich das Vorgehen des Verf. — fruchtbringender sein soll als eine expressiv-analytische. In der Therapie versucht der Verf., die „falschen Wertungsstrukturen“ der Patienten anzugehen, er arbeitet mit dem Unbewußten, mit Übertragung und Widerstand — nur ohne es so zu nennen. Das Problem der „Chronifizierung“ wird ausführlich behandelt; das Problem der „Spezifität“ wird nicht ausdrücklich benannt, liegt aber der