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Der Verf. berichtet über die Simultantherapie eines 10jährigen Asthmatikers und dessen Mutter. Das Asthma des Buben trat erstmals mit anderthalb Jahren auf und hatte sich seitdem trotz intensiver kinderärztlicher Behandlung immer mehr verschlechtert; es war zuletzt von einer bedrohlichen Herzinsuffizienz begleitet. Dem Asthma sowie einer seit den Stillschwierigkeiten bestehenden Eßstörung gingen heftige Eifersuchtsreaktionen
gegenüber der jüngeren Schwester parallel. Als die Mutter an einem Tumor erkrankte und nach einer Operation noch ein Jahr krank war, mußte der damals 6jährige Junge für zwei Jahre außerhalb der Familie untergebracht werden. Damit schwand zwar schlagartig die Eßstörung, doch reagierte er auf die Trennung von der schwerkranken Mutter mit einer Depression. Bei seiner Rückkehr in die Familie stellten sich dann heftige Trotzreaktionen ein, bei unverändert anhaltendem Asthma.
Die Psychotherapie des Buben bestand vorwiegend in Fingermalen und dem Erzählen selbsterfundener Geschichten. Die initiale Geschichte handelte von einer Hexe, die einen Jungen mit einem Trank vergiftete und dann in einen Stein verzauberte. Der Therapeut deutet die Hexe als die böse Mutter (die sich ihm schon beim Stillen versagte) und die Versteinerung als die Verkrampfung im Asthma. Der Patient wurde angeregt, die Geschichte weiter auszumalen, was in insgesamt 22 Bildern geschah und schon nach 5 Stunden (1mal wöchentlich) zu einer weitgehenden, erstmaligen Anfallsfreiheit führte. Die Anfälle wurden von wilden Aggressionen abgelöst, was zu erheblichen häuslichen Schwierigkeiten führte. Dank der gleichzeitigen Psychotherapie der Mutter (durch Benedetti) war diese in der Lage, die vorwiegend gegen sie gerichteten Aggressionen anzunehmen. In der Therapie des Kindes wurden die Aggressionen vom Therapeuten auf eine aus Lehm hergestellte Hexe gelenkt, welche in einer magischen Handlung verbrannt und zerstört wurde. Auch dieser Vorgang wiederholte sich, bis zu einer letzten Hexenhinric