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Die Arbeit der Verff. stellt das Ergebnis einer Verlaufsuntersuchung bei mehr als 4000 Hypertonikern der Medizinischen Poliklinik Göttingen in der Zeit von 1950-1958 dar. Finanziert wurde diese Untersuchung durch Mittel des Verbandes der Deutschen Lebensversicherungsgesellschaften, der verständlicherweise an fundierten Daten über die Lebenserwartung von Hypertoniekranken sehr interessiert ist.
Wer auf diesem Krankheitsgebiet mit psychosomatischem Interesse tätig ist, kann sich anhand dieser Schrift rasch über klinisch-internistische Daten informieren, da die Autoren nicht nur in zahlreichen Tabellen und Abbildungen ihre statistischen Ergebnisse bringen, sondern zu den einzelnen untersuchten Gesichtspunkten stets auch die relevante Literatur anführen.
Von Interesse sind Angaben über allgemeine Morbiditätsverhältnisse: ca. 5-6% der untersuchten Population haben eine Hypertonie, und man schätzt, daß 25% der Bevölkerung über 40 Jahren in zivilisierten Ländern an Hypertonie leiden. Auch solche Befunde wie z. B. der von Vancura , daß nach 20 Jahren 43% der juvenilen Hypertoniker eine manifeste Hochdruckkrankheit haben, können geeignet sein, auf die frühzeitige — u. U. auch psychotherapeutische — Behandlung dieser Kranken zu dringen.
Die Autoren gliedern ihre Detailergebnisse nach den Beziehungen der Prognose zu den Faktoren: Alter, Geschlecht, Gewicht, Blutdruckhöhe, Beruf, erbliche Belastung, Herz-, Nieren- und Augenhintergrundbefunde, subjektive Hochdruckbeschwerden, Therapie. Welchen Einfluß haben all diese Beobachtungsdaten auf die Lebenserwartung der Kranken?
Die Sterberate bei Kranken mit essentieller Hypertonie ist gegenüber der Normalbevölkerung deutlich höher, bei Männern stärker als bei Frauen, besonders im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Cardiovaskuläre Todesursachen sind am häufigsten. Der Faktor der Übergewichtigkeit wurde bisher hinsichtlich seiner lebensverkürzenden Wirkung überschätzt. Die Sterberate ist bei den untergewichtigen Hypertonikern am höchsten.
Psyc