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Durch Tiefenpsychologie und Soziologie werden viele Berufe in ihrer Selbstauffassung heute umorientiert. Auch mit dem Beruf der Krankenschwester geschieht das. Es ist hinlänglich bekannt, daß der Schwesternmangel auch durch die unzeitgemäße Schwesternausbildung bedingt ist. Daher ist dieses Buch für alle, die sich mit Schwesternausbildung befassen, sehr zu empfehlen.
1961 trafen sich in Kopenhagen 17 Teilnehmer teils aus dem öffentlichen Gesundheitswesen, teils aus psychiatrischen Schwestern-Pfleger-Ausbildungsstätten. Sie kamen aus verschiedenen europäischen Staaten; allerdings war kein Teilnehmer aus Deutschland dabei. Sie diskutierten über die Rolle der Schwester in der psychiatrischen Klinik. Im vorliegenden Bericht sind eingearbeitet die Referate und Diskussionen der Konferenz sowie eine soziologische Untersuchung, die in zwei europäischen Ländern vorgenommen wurde.
Analytisch am interessantesten ist der erste Bericht „Soziale Verhaltensformen, welche die Rolle der psychiatrischen Schwestern beeinflussen“. Es wird z.B. festgestellt, daß die allgemeinen Ansichten über Geisteskrankheiten in verschiedenen Kulturen auch von den Schwestern übernommen werden. Die Schwester muß sich dagegen wehren, um eine Pflege durchführen zu können. Die Ansichten über Geisteskranke können auf das Pflegepersonal übertragen werden und ihnen im Privatleben Schwierigkeiten