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Mit dem Ziel, über die Motivationen des Tötens mehr zu erfahren, als bisher bekannt ist, beschränkt der Autor seine Untersuchung auf die Tötungen von Sexualpartnern oder von sogenannten Ersatzopfern. Die Studie berücksichtigt in erster Linie das deutsche außer-analytische Schrifttum und stützt sich auf 18 kürzere Fallgeschichten, die aus der Gutachtertätigkeit der Psychiatrischen und Nervenklinik Hamburg-Eppendorf stammen. Die Tötungen werden eingeteilt in die Geliebten-Tötung durch den verlassenen Partner, die Gatten-Tötung durch den verlassenen Partner, sowie die Tötung als Elimination des die Ehe störenden Gatten. Ferner werden Tötungen sogenannter Ersatzopfer und Tötungen bei flüchtiger Sexual-Partnerschaft abgegrenzt.
Der Autor entnimmt den spezifischen Täter-Opfer-Beziehungen eine „psychiatrische Grundfigur“, d. h. eine bipersonale Struktur, in der „der Täter nur noch als Funktionsgröße in einem über ihn selbst hinweggehenden Geschehen“ erscheint. Im Falle der Geliebten- und Gatten-Tötung durch den verlassenen Partner werden folgende gemeinsame Merkmale genannt: die Unterlegenheit des Täters, sein starkes, emotionales Engagement im Kontrast zur kühlen Distanzhaltung des Opfers, das Wechselspiel von Zerwürfnis und Versöhnung und ein subdepressives, latent suicidales oder sub-paranoisches Vorstadium vor der Tat.
Der Autor geht über diese Ansätze zu einer dynamischen und strukturellen Beschreibung nicht hinaus. Die FalldarStellungen