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Während der Lektüre dieses Bandes ist mir wiederholt die Behauptung W. Metzgers in den Sinn gekommen, daß die von Ewald Hering bereits vor hundert Jahren geforderte „strenge Unterscheidung und Gegenüberstellung der Welt der Reizquellen und der Welt der Wahrnehmungsdinge und Erlebnisse“ noch längst nicht zum Allgemeingut der wissenschaftlichen Psychologie geworden sei. Sicher ist es bis zu einem gewissen Grade berechtigt, zur Kennzeichnung des Bezugsgefüges zwischen dem „Organismus“ und seiner „Umwelt“ das sehr abstrakte Wortpaar: Stimulus-Response zu verwenden. Aber wenn es einerseits zur Verkennung der spontanen (nicht auf äußere oder innere „Reize“ reagierenden) Phänomene im Erleben und Verhalten und andererseits zu einer solchen Nivellierung der mannigfachen verschiedenen Responses führt, daß ihr von der menschlichen Wirklichkeit nur noch ein begrenzter Bereich entspricht, der Rest jedoch einer reduktiven Verfälschung verfällt, sollte man sich doch die Frage stellen, ob und inwieweit ein solches Vorgehen zweckmäßig ist.
Im 1. Teil (Einleitung und Geschichte der Lern- und Denkpsychologie bis zur Gegenwart) entwirft Bergius prägnant und übersichtlich die Begriffe, Prinzipien und Methoden der Lern- und Denkpsychologie. F. Süllwold (Gedächtnistätigkeit und Vorstellungsverlauf) referiert klar über die vor allem von Ebbinghaus und G. E. Müller inaugurierten Methoden zur Untersuchung der Gedächtnisleistungen, zur Eruierung der Gesetzlichkeiten des Vorstellungsverlaufs und der Vorstellungsreproduktion einschließlich des eigentlichen Lernens. Ebenso hören wir von den daraus gewonnenen Einsichten in das Vergessen. Man vermißt etwas die konkreten illustrierenden Beispiele (statt nur der abstrakten Formulierung „Vorstellung a und b“).
M. Koch (Gedanken und Gedankenerinnerungen) gibt eine erschöpfende Darstellung der Würzburger Schule von Külpe bis Selz. Der damals zwischen Wundt und Bühler ausgetragene Streit über (den experimentellen Charakter des introspektiven Vorgehens wir