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Es ist nicht einfach, ein Buch zu referieren, das sich eine nahezu unmögliche Aufgabe gestellt hat: die einführende Darstellung der gesamten Psychologie unter dem Blickwinkel experimenteller Forschung. „Experimentelle Psychologie ist nicht eine Richtung der Psychologie neben anderen. Sie ist ein durch die Forschungsmethode definierter Teil der Psychologie … Da das Experiment aus den Naturwissenschaften stammt und in die Psychologie vor allem auf dem Weg über die Sinnesphysiologie eingedrungen ist, wird ihm … manchmal eine zu enge Bedeutung zugeschrieben. Die experimentellen Psychologen haben zum Teil dieser Auffassung Vorschub geleistet, indem sie … Äußerlichkeiten wie technischen Einrichtungen und physikalischen Meßverfahren zu großes Gewicht beilegten. In allen Kapiteln dieses Buches wird man dagegen auf Methoden stoßen, die dieser Kennzeichen entbehren und trotzdem als experimentell angesprochen werden… . Es bedurfte nicht unbedeutender Anstrengungen, um sich von zu einseitigen Vorbildern zu befreien und eine eigenständige, dem Objekt der Psychologie angemessene Forschungsmethodik zu entwickeln.“
Damit ist der Rahmen abgesteckt, worin die Abhandlungen der verschiedenen Autoren gemeinsam begriffen werden sollen.
Im ersten Kapitel gibt Meili eine allgemeine Einführung, indem er grundlegende Termini erläutert wie z. B. abhängige, unabhängige und vermittelnde Variable, Operationelle Definition und Konstrukt usf. Das zweite Kapitel von Gösta Ekman ist den psychologischen Meßmethoden gewidmet. Die folgenden Kapitel sind dann nach Gebieten der experimentellen Forschung gegliedert: nicht nur die klassischen wie Wahrnehmung (Ivo Kohler), Gedächtnis (Hubert Rohracher), Denken (Richard Meili) und Gefühl (Werner Traxel), sondern auch Motivation (Anitra Karsten), Persönlichkeit (Johannes C. Brengelmann) und Sozialpsychologie