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Das Buch, das über die heilpädagogische Arbeit einer nordamerikanischen Kinderklinik unterrichtet, hält mehr, als der einfache Titel verspricht. Es orientiert nicht nur über die notwendige Unterrichts- und Beschäftigungstherapie, Stiefkind an vielen Kinderkrankenhäusern, sondern schildert aus der Sicht eines erfahrenen, psychoanalytisch ausgerichteten Teams ärztlicher Mitarbeiter, wie Kindertherapeuten im Krankenhaus („child - care worker“), Fürsorger, Lehrer und kinderpsychologisch geschulte Schwestern den Ärzten helfen können, das Kind im Krankenhaus (bei Gefahren des Trennungstraumas usw.) und in seiner Krankheit bei drohenden und schmerzenden diagnostischen und therapeutischen Eingriffen zu entängstigen und wie seine Eltern für eine positive Mitarbeit zu gewinnen sind. Gerade die Aufklärung über seine Krankheit und deren evtl. Folgen (Verstümmelungen!), wie die spezielle sexuelle Problematik sind wichtige Faktoren, die, wenn man sie vernachlässigt, tiefe Ängste bis zum Stupor beim Kinde auslösen können. Eine mangelhafte psychologische Operationsvorbereitung kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Indem die psychologischen Hintergründe sichtbar werden, erklären sich nicht nur Fehlhaltungen der Kinder und ihrer Eltern, sondern auch manche Reaktionen der Ärzte und ihrer Mitarbeiter.
Es ist weniger ein ökonomischer Aufwand, als eine geänderte Einstellung zum kranken Kind, welche mit einfachen Mitteln wesentliche und notwendige Verbesserungen schafft. Allerdings sollten ein Spielzimmer, eine Kindergärtnerin und eine Lehrkraft zu den Mindestvoraussetzungen einer solchen Arbeit im Kinderkrankenhaus gehören. Das wird aus dem didaktisch ausgezeichnet gegliederten, von instruktiven Falldarstellungen begleiteten und mit gutem Bildmaterial ausgestatteten Buch überzeugend ersichtlich. Praktische Hinweise im Anhang, insbesondere das Muster eines Kinderbriefes über das Leben