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Der Verf. untersuchte 505 „neurotische und milieureaktiv gestörte“ Kinder und Jugendliche, von denen 293 stationär und 212 ambulant in einem Jugendheim unter insgesamt 2233, vorwiegend hirngeschädigten Kindern und Jugendlichen beobachtet wurden. Von diesen 505 Kindern und Jugendlichen lag nach Ansicht des Verf., auf Grund der Anamnese über Schwangerschaft, Geburt und Säuglinszeit, sowie der erhobenen konstitutionsbiologischen, neurologischen, röntgenologischen und EEG-Befunde, bei 40 Prozent (mit mindestens zwei pathologischen Befunden) mit Sicherheit und bei insgesamt 66 Prozent (mit mindestens einem pathologischen Befund) der Verdacht einer frühkindlichen Hirnschädigung vor. Lediglich 10 Prozent der 505 Probanden waren nach Ansicht des Verf. völlig gesund. In einer Vergleichsgruppe von 275 unausgelesenen 7jährigen Schulkindern ergab sich bei 17 Prozent mit je zwei Symptomen der Verdacht einer Hirnschädigung, während nur 23 Prozent der Kontrollkinder frei von Symptomen waren.
Der Verf. umschreibt als Substrat einer frühkindlichen Hirnschädigung das frühkindliche exogene Psychosyndrom (f.e.P.), welches etwa dem hirnorganischen psychischen Achsensyndrom von Göllnitz entspricht, der bei seinen Untersuchungen auf Grund pathologischer Pneumencephalogramme bei 93 Prozent von 273 verhaltensgestörten Kindern eine Hirnschädigung nachwies (s. Ref. Psyche 10, 1956/57, 819). Nach Meinung des Verf. grenzt sich das f. e. P. deutlich gegenüber dem organischen Psychosyndrom des Erwachsenen (Bash, M. Bleuler), wie auch dem erst im späteren Kleinkindalter manifesten postencephalitischen Syndrom mit seiner wesentlich stärkeren Symptomatik ab. Das f. e. P. steht als zahlenmäßig größte, aber befundmäßig relativ unauffällige Gruppe frühkindlicher Hirnschädigungen neben den schweren motorischen Ausfällen mit und ohne geistige Defekte (Typ Little) und der Gruppe mit schweren psychischen Ausfällen. Das f. e. P. ist auf eine Schädigung in der zweiten Schwangerschaftshälfte, während der Gebur