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Für den, der sich um eine phänomenologische Analyse der Befindensarten des Menschen bemüht, ist der sprachliche Ausdruck, den der Kranke wählt, um sich verständlich zu machen, ein Substrat, das gar nicht genug beachtet werden kann. Dabei kommt es in gleicher Weise auf das Was wie auch auf das Wie der Aussagen an. Man kann wahrscheinlich in allen Sprachen der Welt die meisten Mitteilungen auf mehrere Arten sagen. Aber diese oder jene Art der sprachlichen Wortfindung ist wohl immer bevorzugt, häufig, natürlich oder (im Gegenteil) selten, geschraubt, reflektiert usw.
Wir haben uns vorgenommen, in dieser Studie auf das Wie des Gesagten zu achten, das Was dagegen im Hintergrund zu belassen; obwohl das Wie vom Was natürlich nicht zu trennen ist.
Bleiben wir im wesentlichen bei den indogermanischen Sprachen, und da besonders beim Deutschen. Hier gilt – ganz grob gesagt –, daß es ein Aktiv und ein Passiv gibt, d. h. – der landläufigen Meinung nach – eine Ausdrucksweise für das Tun, das Wirken und eine andere für das Affiziertwerden, das Betroffensein. Die entwickelte Sprache hat also die Tendenz, den Verbalformen die logische Alternative von Aktiv und Passiv zu stellen (Snell1). Die Sprache zwingt zur Wahl zwischen aktiver und passiver Ausdrucksweise. Aber, so wollen wir gleich von vornherein hervorheben, sie läßt sich einen Spielraum, der rational und logisch nicht so festgelegt ist und sich nicht so scharf abgrenzen läßt wie das Aktivum vom Passivum.
Offenbar reichen die Formen des Aktiv und des Passiv in ihrer strengen Unterscheidung nicht aus, um den wirklichen Sachverhalten, (und wir meinen hier besonders:) den anthropologischen Gegebenheiten gerecht zu werden. Um diesen Spielraum zwischen Aktiv und Passiv geht es uns. Ihn in der Vielfalt seiner Modulationen aufzuzeigen, ist unser Ziel.
Zunächst aber müssen wir noch darauf aufmerksam machen, daß es eigenartigerweise eine große Zahl von Fällen gibt, in denen die Verben in die Form des Aktivs gezwungen werden, obwohl der aus