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Im letzten Jahrzehnt wurden Entdeckungen über die Natur des Schlafes und Traumes gemacht, die als so wichtig aufgefaßt werden, daß man von einer „neuen Biologie des Träumens“ () sprach und daß eine „Association für das psycho-physiologische Studium des Schlafes“ (APSS) gegründet wurde. Im deutschen psychotherapeutischen und psychiatrischen Schrifttum wurde auf diese Forschungsergebnisse noch kaum eingegangen, obwohl sie geeignet sein könnten, Traumforschung und Traumdeutung einander näher zu bringen und den Hiatus zwischen beiden, den von Siebenthal beschrieb, zu überbrücken. Ist man sich als Psychoanalytiker der vielfältigen Beziehungen und Abhängigkeiten der Traumdeutung von der Psychologie und Biologie des Träumens, kurz der Traumtheorie, bewußt, wird man ein besonderes Interesse an psycho-physiologischen Untersuchungen haben, die nach einer glücklichen „Zufallsbeobachtung“ durch Aserinsky und Kleitman in Gang gebracht wurden.
Ein deutsches Übersiehtsreferat steht aus. Die einschlägige Literatur von etwa 200 Titeln wurde kürzlich im Journal of the American Psydioanalytic Association von Fisher kritisch gesichtet. Unsere Ausführungen stützen sich ganz wesentlich auf Fishers Arbeit „Psychoanalytic Implications of Recent Research on Sleep and Dreaming“. Insbesondere möchten wir auf die umfassende Literaturliste dieses Autors verweisen. Bibliographisch werden hier also nur solche Arbeiten aufgeführt, die von Fisher nicht berücksichtigt wurden. Außerdem werden wir Arbeiten von Autoren, die wörtlich zitiert werden, bibliographieren.
Aserinsky und Kleitman berichteten über rasche konjugierte Augenbewegungen während des Schlafes, die mit einer charakteristischen EEG-Kurve und mit Träumen korreliert sind. Diese Beobachtungen konnten durch andere Forscher bestätigt werden. Die Verfeinerung der Untersuchungstechnik läßt nun recht genaue Aussagen über die physiologischen Korrelate des Traumes zu. Viele Fra