You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Monographie, die zwei für die psychoanalytische Behandlung wichtige Themen behandelt, zeichnet sich durch eine anregende Diskussion zahlreicher Fallstudien aus. Die Diskussionsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Entstehung und klinische Bedeutung von Schlagephantasien und von regressiven Ich-Phänomenen in der Psychoanalyse in ihrer vielfältigen Problematik zu untersuchen.
Dieser ersten Monographie sollen weitere folgen, in denen die Ergebnisse der gemeinsamen Forschungsarbeit einer Gruppe von Analytikern veröffentlicht werden. Die Gruppe nennt sich nach ihrem 1957 verstorbenen Lehrer Ernst Kris „Kris Study Group“. Sie setzt eine psychoanalytische Tradition fort, deren Entwicklung von Burness E. Moore dargestellt wird und gewiß für den an der Geschichte der Psychoanalyse Interessierten anregend sein wird.
Die im ersten Teil der Monographie untersuchten Fälle mit Schlagephantasien unterscheiden sich in vielem von denen, die Freud in seiner klassischen Arbeit „Ein Kind wird geschlagen“ 1919 beschrieb. Sie stellen eine Untergruppe des übergeordneten Themas der sadomasochistischen Perversionen und Charakterentwicklungen dar, wenn auch vorübergehende Schlagephantasien in der Kindheit von vielen der Diskussionsteilnehmer der normalen Entwicklung zugeschrieben werden. Auf die Bedeutung, die die Phantasien, und insbesondere die Onaniephantasien, für das seelische Leben und für die spätere normale und neurotische Entwicklung haben, wird nur andeutungsweise eingegangen.
Wenn die „Kris Study Group“ feststellt, daß die Schlagephantasien den Träumen zu vergleichen sind, da sie einen manifesten und einen latenten Inhalt haben, so wird damit kaum etwas Neues ausgesagt, da es Freud im wesentlichen durch die Bearbeitung des latenten Inhaltes der Schlagephantasien gelungen war, zu ihren früheren Entwicklungsstadien vorzudringen.
Die Schlagephantasien der vorgestellten Patienten unterscheiden sich von den bei Freud beschriebenen darin, daß ihr manifester wie auch ihr latenter Inhal