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Dieses wichtige Symposium enthält einschließlich Vor- und Nachwort 22 Beiträge. Sie sind unter vier Gesichtspunkten geordnet: Eheberatung durch den Arzt, voreheliche, medizinische Beratung, Eheberatung als Kurs in der medizinischen Fakultät, Ehe-Diagnose und Therapie. Die meisten Autoren sind Psychiater, einige Gynäkologen und Kinderärzte, zwei sind auf dem Gebiet der experimentellen Medizin tätig.
Dr. C. Nash Herndon, der das Vorwort schrieb, sagt, daß der Familienarzt gewöhnlich über Eheberatung nicht informiert ist (meines Erachtens wollen die meisten Ärzte gar nicht Eheberater sein und lehnen es als „unwürdig“ ab!). Herndon gibt Ausbildungsvorschläge, die auf den Ausbildungsweg des Arztes in Amerika abgestellt sind:
Kurse der medizinischen Fakultäten. Wir verfügen dazu inzwischen über ein genügendes Wissen der Ehe- und Sexualprobleme. Vieles ist in diesem Buche zusammenfassend dargestellt. Dies Wissen ist „elementar“; der Student der Medizin sollte sich damit befassen.
Während des Internships sollte der Arzt sich daran gewöhnen, Eheberatung zur täglichen Praxis zu machön.
Während der Ausbildung sollte der künftige Arzt sich in Beratungsmethoden schulen. Es ist zu betonen, daß die Quintessenz der Beratung darin besteht, den Patienten vorsichtig dahinzuführen, Entscheidungen selbst zu treffen. Hier liegt die Antithese zur gewöhnlichen medizinischen Behandlung, in welcher der Arzt Befehle erteilt und vom Patienten erwartet, daß er diese befolgt. Beratung kann nicht erfolgreich mit autoritären Mitteln geübt werden. Ihr therapeutischer Wert beruht darauf, daß man den Patienten veranlaßt, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, und nicht, daß der Patient weiter von einem allwissenden Vaterbild abhängig bleibt.
Kontinuierliche Weiterbildung nach Abschluß der Ausbildung durch Kurse und Lektüre.
Ausbildung von Eheberatern. Der Arzt sollte zur Hilfe Schwestern, Psychologen, Angehörige des öffentlichen Gesundheitswesens, Rehabilitierungs-spezialisten u. a. heranziehen.