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Stokvis' „Hypnose in der ärztlichen Praxis“ hat soeben in einer Überarbeitung von D. Langen, Mainz, eine Neuauflage erfahren. Es wurden zum Teil erhebliche Kürzungen vorgenommen, neuere Erfahrungen über die Hypnose in der Geburtshilfe und in der Zahnheilkunde eingefügt und das Literaturverzeichnis ergänzt. Außerdem wurde der Neuauflage eine Schallplatte beigefügt, die den Verlauf einer hypnotischen Sitzung demonstriert.
Einige Punkte, die die Lektüre des Buches interessant machen, seien herausgegriffen. Die Autoren betonen immer wieder die Wichtigkeit autosuggestiver Vorgänge für den Ablauf der Hypnose und belegen diese Tatsache mit zahlreichen Beispielen. Das führt sie zu dem Schluß: „Jede Hypnose ist daher eine Autohypnose“ (S. 3). Dementsprechend räumen sie dem Hypnotherapeuten nur noch eine untergeordnete Bedeutung in der Hypnose ein. Auch die Verantwortung für das Gelingen der Hypnose und der erteilten Suggestionen wird zum größten Teil dem Hypnotisierten aufgeladen, er wird zur Aktivität aufgefordert. Seine Aktivität kann jedoch nur darin bestehen, sich nicht gegen den Zustand von Passivität und kritikloser Unterordnung, den der hypnotische Zustand nun einmal darstellt, zu sträuben.
Sehr anschaulich wird, daß der hypnotische Zustand, als Regression gedeutet, ständig von einer ausgeprägten Ambivalenz des Hypnotisierten bedroht ist. Der Hypnotiseur hat aufreibende Anstrengungen zu unternehmen, um die positive Seite der Ambivalenz zu nützen, die negative aber nicht zum Durchbruch kommen zu lassen. Er muß ständig darauf bedacht sein, keinen Zweifel an seiner Autorität aufkommen zu lassen