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Die Amsterdamer Psychosomatische Arbeitsgruppe, ein Forschungsteam von Psychoanalytikern, Psychiatern, Internisten und Psychologen, hatte sich nach dem zweiten Weltkrieg konstituiert und über ein Jahrzehnt Erfahrungen über psychosomatische Krankheitsbilder (u. a. Asthma bronchiale, Colitis ulcerosa, Magenulcus, Hypertonie) gesammelt und publiziert. Gestützt auf ihr umfangreiches Material erarbeitete sie wichtige Beiträge methodischer und konzeptueller Art zu Fragen der psychosomatischen Medizin (vgl. das Asthma-Sammelreferat des Rezensenten in Psyche XV, ). J. Groen, der jetzt in Jerusalem tätige, damalige Leiter dieser Gruppe, veröffentlicht jetzt mit einer Reihe seiner alten und einigen neuen Mitarbeitern Beobachtungen und Ergebnisse ihrer psychosomatischen Forschung über den akuten Herzinfarkt.
Ihre Aussagen stützen sich auf das Material von 21 männlichen Infarktpatienten „mittleren Alters“ (bei den 10 ausführlichen Krankengeschichten liegt das Alter der Patienten zwischen 46 und 56 Jahren), die in der Zeit ihres Klinikaufenthaltes intensiv untersucht und ambulant weiterbeobachtet wurden.
Von der empirisch gewonnenen Voraussetzung ausgehend, daß für die Entstehung einer psychosomatischen Krankheit bestimmte psychodynamisch bedeutsame Faktoren zusammenkommen müssen, untersuchten die Autoren ihre Kranken im Hinblick auf drei Fragestellungen:
Wie sieht die eventuell für diese Krankheit prädisponierende Persönlichkeitsstruktur aus?
Welcher Art sind die der Krankheit vorausgehenden Konfliktsituationen, die für einen Kranken mit bestimmter Persönlichkeitsstruktur als Traumen wirken?
Wie erlebt der Kranke seinen Konflikt, wie ist seine Verhaltensweise in zwischenmenschlichen Konfliktsituationen, und auf welche Weise sucht er mit Konflikten fertig zu werden, sie zu verarbeiten oder zu überwinden?
Instruktiv und zu Vergleichsuntersuchungen stimulierend ist dabei die Methodik, mit der die Autoren an ein bisher wenig ausführlich untersuchtes Gebiet herangehen. Sie lassen es n